Wann sollte man Ibuprofen nehmen?

Ibuprofen ist eines der bekanntesten und am häufigsten verwendeten Arzneimittel zur Linderung von mäßigen Schmerzen und Fieber. Der verwendete Wirkstoff gehört zur Gruppe der sogenannten nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) und wird im Alltag häufig bei Kopf-, Zahn-, Muskel- oder Regelschmerzen eingesetzt. Auch bei Erkältungen oder Grippe greifen viele Menschen zu Ibuprofen, um Beschwerden wie Gliederschmerzen und Fieber zu lindern. Wann Sie Ibuprofen nehmen sollten, erfahren Sie im Folgenden.

Ibuprofen: Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Ibuprofen eignet sich vor allem zur Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen wie Kopf-, Zahn- oder Regelschmerzen sowie zur Fiebersenkung. Da es zusätzlich entzündungshemmend wirkt, wird es häufig bei Gelenkbeschwerden oder Sportverletzungen eingesetzt. Um den Magen zu schonen, sollten Sie die Tablette am besten nach einer Mahlzeit mit reichlich Wasser einnehmen.

Wie wirkt das Schmerzmittel Ibuprofen im Körper?

Analgetika wie Ibuprofen hemmen die Bildung sogenannter Prostaglandine – Botenstoffe, die Entzündungen, Schmerzen und Fieber im Körper fördern. Je nach Stärke der Beschwerden ist das Medikament in unterschiedlichen Dosierungen erhältlich, von 200 mg bis zu 800 mg pro Tablette. Höhere Dosierungen sind verschreibungspflichtig, da diese stärker in den Stoffwechsel eingreifen und auch Nebenwirkungen verursachen können.

Wie lange braucht Ibuprofen, bis es wirkt?

Wann wirkt Ibuprofen? Das Medikament beginnt in der Regel etwa 30 bis 45 Minuten nach der Einnahme zu wirken. Der Effekt hält dann meist etwa 4 bis 6 Stunden an. Der genaue Zeitpunkt des Ibuprofen Wirkungseintritts hängt unter anderem von der Darreichungsform ab. Präparate mit Ibuprofen-Lysinat oder Weichkapseln mit flüssigem Kern werden vom Körper beispielsweise häufig schneller aufgenommen als herkömmliche Tabletten.

Gut zu wissen: Wenn Sie auf nüchternen Magen Ibuprofen einnehmen, beschleunigt dies den Übergang in den Blutkreislauf, kann aber die Magenschleimhaut stärker reizen und zu Sodbrennen führen. Eine Anwendung bzw. Einnahme kurz nach der Mahlzeit ist dagegen magenschonender. Also, wie schnell wirkt Ibuprofen? Das hängt sowohl von der Einnahmeart als auch vom -zeitpunkt ab.

Ist Ibuprofen entzündungshemmend?

Ibuprofen wirkt entzündungshemmend, da es zur Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) gehört. Diese hemmen bestimmte Botenstoffe, welche bei Erkrankungen im Körper Entzündungsprozesse, Schmerzen und Fieber auslösen.

Durch die Senkung des Prostaglandinspiegels:

Wichtig: Die entzündungshemmende Wirkung tritt oft erst bei einer etwas höheren Dosierung (meist ab 400 mg pro Einzeldosis bei Erwachsenen) und oft erst nach einer regelmäßigen Einnahme über mehrere Tage voll ein.

Wie viel Ibuprofen am Tag wird empfohlen? Die maximale Einzeldosis für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren liegt in der Regel bei 400 bis 600 mg Ibuprofen, je nach individueller Situation und Empfehlung durch den Arzt oder Apotheker. Die maximale Tagesdosis beträgt ohne ärztliche Anweisung 1200 mg Ibuprofen – also beispielsweise drei Tabletten à 400 mg pro Tag.

Unter ärztlicher Aufsicht kann in bestimmten Fällen eine Dosis von bis zu 2400 mg täglich verschrieben werden, etwa bei chronischen Entzündungen wie Rheuma.
Wichtig ist, dass zwischen den einzelnen Einnahmen immer mindestens sechs Stunden Abstand liegen und das Medikament nicht auf nüchternen Magen geschluckt werden sollte, um Beschwerden vorzubeugen.

Wichtig: Im Hinblick auf die passende Dosierung zählt tatsächlich weniger das Alter als das Körpergewicht. Da Ibuprofen über den Blutkreislauf und das Körpergewicht verteilt wird, führt ein geringeres Gewicht bei gleicher Dosis zu einer höheren Wirkstoffkonzentration im Blut. Bei geringem Gewicht kann insbesondere die Belastung für Leber sowie Nieren höher sein, was das Risiko für Schäden bei diesen Organen erhöht. Besonders Magen-Darm-Probleme wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder Magenblutungen können bei leichtfertiger Nutzung des Medikaments häufiger auftreten.

Mehr Infos dazu in unserem Artikel zum Thema: Wann sollte man kein Ibuprofen nehmen?

Wann benötige ich ein Rezept für Ibuprofen?

Ibuprofen ist grundsätzlich bis zu einer Dosis von 400 mg frei und ohne Rezept in der Apotheke erhältlich. Für höhere Dosierungen von 600 – 800 mg benötigen Sie ein Rezept von einer Klinik oder Ihrem Hausarzt.

Gut zu wissen: Apotheken akzeptieren auch Rezepte in elektronischer Form. Diese erhalten Sie nach einer Online-Beratung mit einem Arzt direkt auf Ihr Handy gesendet und können sie anschließend per App vorzeigen. Auf diese Weise können Sie sich beispielsweise den anstrengenden Gang zum Hausarzt sparen und direkt die Medikamente und Substanzen abholen, die Sie benötigen.

Fazit: Wann sollte man Ibuprofen nehmen?

Nehmen Sie Ibuprofen am besten dann, wenn Sie akute Schmerzen lindern oder hohes Fieber senken wollen. Durch die entzündungshemmende Wirkung ist es besonders hilfreich, wenn die Erkältung mit spürbaren Entzündungsprozessen einhergeht.

Wichtig ist, dass Sie es nur zur Symptombehandlung (maximal 3–4 Tage am Stück) nutzen und nicht, um eine Erkältung „auszukurieren“ oder trotz Krankheit sportlich aktiv zu sein. Das kann das Herz und andere Organe stark belasten.

FAQ: Weitere Fragen zu Ibuprofen

Sie haben Fragen? hier finden Sie die Antworten.

Wie vertragen sich Ibuprofen-Tabletten und Alkohol?

Ibuprofen Inhaltsstoffe helfen nicht direkt gegen Schwindel. Es gibt jedoch spezifische Situationen, in denen Ibuprofen indirekt oder als Teil einer Therapie eingesetzt wird.

Wenn Schwindel beispielsweise als Symptom einer Migräne auftritt, kann das Medikament helfen, die Migräneattacken zu lindern und dadurch indirekt Schwindel reduzieren.

Auch wenn er als Begleitsymptom starker Kopfschmerzen oder Entzündungen (z. B. im Bereich der Halswirbelsäule) entsteht, kann die schmerzlindernde Wirkung von Ibuprofen die Befindlichkeit verbessern.

Ob Ibuprofen bei Bauchschmerzen hilft, hängt entscheidend von der Ursache der Beschwerden ab, da der Wirkstoff im Magen-Darm-Bereich auf verschiedenste Weise wirken kann.

Sehr effektiv sind Ibuprofen Tabletten vor allem bei Regelschmerzen, da sie gezielt die Botenstoffe blockieren, die das schmerzhafte Zusammenziehen der Gebärmutter verursachen. Auch bei Schmerzen, die durch eine Entzündung im Körper entstehen, kann es gute Dienste leisten.

Bei Magenschmerzen ist jedoch Vorsicht geboten: Ibuprofen gehört zur Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), die dafür bekannt sind, die schützende Magenschleimhaut anzugreifen. Wenn Ihre Schmerzen also von einer Reizung, einer Gastritis oder einem empfindlichen Magen herrühren, kann die Einnahme die Beschwerden sogar verstärken oder im schlimmsten Fall zu Blutungen führen. Bei allgemeinen Verdauungsproblemen wie Blähungen oder Völlegefühl ist das Medikament zudem wirkungslos, da es nicht gegen Luft im Bauch oder Krämpfe der Darmmuskulatur hilft.

 

Ja, Ibuprofen verträgt sich gut mit Milch. Im Gegensatz zu manchen Antibiotika gibt es keine chemische Wechselwirkung, die die Aufnahme des Wirkstoffs blockiert.

 

Paracetamol und Ibuprofen können zusammen eingenommen werden, da sie unterschiedliche Wirkmechanismen haben und sich in ihrer Wirkung ergänzen. Da beide Medikamente einfach im Handel erhältlich sind, wird die Kombination oft genutzt. Sie gilt als besonders effektiv bei starken Schmerzen oder hohem Fieber.

Ibuprofen wird relativ schnell abgebaut und ist im Regelfall nach ca. 10 bis 12 Stunden fast vollständig aus dem Körper ausgeschieden. Die Halbwertszeit, also die Zeit, in der die Hälfte des Wirkstoffs abgebaut ist, beträgt nur etwa 1,8 bis 3,5 Stunden.

Es gibt keinen Unterschied im Wirkstoff: Ibuflam ist lediglich ein Markenname für ein Medikament, das den Wirkstoff Ibuprofen enthält.

Ibuprofen beinhaltet hauptsächlich Ibuprofen als Wirkstoff. In Medikamenten wie Nurofen, Ibuflam, Dolormin oder Ibuprofen-Ratiopharm ist Ibuprofen tatsächlich der aktive Bestandteil; also der eigentliche Arzneistoff, welcher Schmerzen lindert, Fieber senkt und Entzündungen hemmt. Daneben sind bestimmte Lösungsstoffe vorhanden – beispielsweise Maisstärke, Magnesiumstearat, Zitronensäure oder Natriumbenzoat. Diese haben keinen Einfluss auf die Wirkung des Medikaments, sondern werden als Konservierungsmittel und Trägerstoffe hinzugefügt, welche die Tablette beispielsweise haltbar und wasserlöslich machen.

Keine ärztliche Beratung
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Suchen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen zur Medikamenteneinnahme immer einen qualifizierten Arzt oder Apotheker auf. Nehmen Sie niemals Medikamente ein, ändern Sie keine Dosierung und setzen Sie keine Behandlung ab, ohne vorher ärztlichen Rat einzuholen. Die hier bereitgestellten Inhalte können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen zu beginnen.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.

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