Wann darf man kein Ibuprofen nehmen?
Ibuprofen gehört zu den in Deutschland am häufigsten verwendeten Schmerzmitteln. Viele Menschen nutzen es alltäglich bei Kopf-, Zahn- oder Gelenkschmerzen. Es ist allerdings nicht immer ratsam, zu dem beliebten Medikament zu greifen. Ob und wann Sie Vorsicht walten lassen und wann sie definitiv kein Ibuprofen nehmen sollten, erfahren Sie im Folgenden.
Die wichtigsten Infos auf einen Blick
Von der Einnahme von Ibuprofen wird in erster Linie Schwangeren oder Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen abgeraten. Bei schwangeren Frauen wird die Einnahme vor allem ab der 20. Schwangerschaftswoche (SSW) und im letzten Drittel (ab der 28. SSW) nicht empfohlen, da Ibuprofen einen vorzeitigen Verschlusses des Ductus arteriosus Botalli auslösen kann – einer wichtigen Gefäßverbindung zwischen Aorta und Lungenschlagader. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird abgeraten, weil das Medikament den Blutfluss ansteigen lässt und den Blutdruck erhöht.
Die Risikogruppen
Obwohl Ibuprofen bei zeitlich beschränkter Einnahme als sicheres Medikament gilt, gibt es bestimmte Risikogruppen, denen Experten zumindest zur Vorsicht raten.
Schwangere und Ibuprofen
Besondere Vorsicht gilt, wenn Ibuprofen während der Schwangerschaft verwendet wird.
- Im ersten und zweiten Trimester darf Ibuprofen nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.
- Im dritten Trimester (letztes Drittel der Schwangerschaft) ist die Einnahme unbedingt zu vermeiden, da Ibuprofen den kindlichen Kreislauf beeinflussen und Komplikationen bei der Geburt verursachen kann.
Ibuprofen in der Stillzeit gilt dagegen als eines der sichersten Schmerzmittel. Nur sehr geringe Mengen des Wirkstoffs gehen in die Muttermilch über, weshalb eine kurzzeitige Anwendung als unbedenklich gilt. Wir raten jedoch trotzdem dazu, ärztliche Rücksprache zu halten.